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Kann das Fertighaus Erdbeben der Stärke 8 standhalten?

2026-02-04 14:15:25
Kann das Fertighaus Erdbeben der Stärke 8 standhalten?

Wie Erdbebennormen die Erdbebenresistenz von Fertighäusern beeinflussen

Anforderungen der IBC und ASCE 7 für erdbebengefährdete Zonen (Seismic Design Category D–F)

Die neuesten seismischen Bauvorschriften wie die IBC und ASCE 7 stellen recht strenge Anforderungen an vorgefertigte Gebäude in erdbebengefährdeten Regionen. Gebäude, die den seismischen Entwurfskategorien D bis F zugeordnet sind, müssen seitliche Kräfte bewältigen, die 1,5- bis 2-mal so hoch sind wie in Gebieten mit geringerem Risiko. Dies bedeutet, dass Bauteams sämtliche Verbindungen zwischen den Komponenten verstärken, durchgängige Lastwege im gesamten Tragwerk schaffen und Materialien verwenden müssen, die sich verformen können, ohne zu brechen. Gemäß ASCE 7-22 müssen Bauwerke auf Standorten der seismischen Entwurfskategorie F Basis-Scherkoeffizienten im Bereich von 0,5g bis 1,0g erfüllen – dies erklärt, warum viele Ingenieure heute Stahl-Aussteifungssysteme oder Momentenrahmen in ihre Entwürfe integrieren. Ziel ist es, dass diese vorgefertigten Einheiten den Erdbebenschock durch kontrollierte Verformung absorbieren, statt plötzlich zu versagen. Dies erwies sich praktisch während des schweren chilenischen Erdbebens von 2010 mit einer Stärke von 8,8 auf der Richterskala: Modulare Gebäude, die den aktualisierten Vorschriften entsprachen, wiesen insgesamt weniger als 10 % Schäden auf – ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie effektiv diese modernen Anforderungen bei sachgemäßer Umsetzung tatsächlich sind.

Warum moderne Fertighaus-Designs oft über den gesetzlichen Mindestanforderungen liegen

Führende Hersteller übertreffen regelmäßig die grundlegenden seismischen Anforderungen – nicht nur zur Einhaltung der Vorschriften, sondern um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen, das Risiko über den gesamten Lebenszyklus zu senken und die Marktposition zu stärken. Drei miteinander verbundene Faktoren treiben diesen Trend voran:

  • Versicherungsanreize : Projekte, die 25 % über den Mindestanforderungen des IBC liegen, qualifizieren sich für Prämienrabatte von bis zu 30 % gemäß FEMA P-2078 (2023).
  • Lieferkettenstabilität : Redundante Schubwände und robuste Fundamentverankerungen minimieren Nachrüstmaßnahmen nach Ereignissen und bewahren so die Produktionskapazität des Werks sowie die Liefertermine.
  • Leistungsorientiertes Konstruktionsverfahren : Fortschrittliche Modellierung ermöglicht eine präzise Optimierung der Gewichtsverteilung und der Ausbildung der Verbindungen – wodurch der Materialverbrauch reduziert und gleichzeitig die Sicherheitsreserven erweitert werden. Als Ergebnis erreichen Fertighäuser in Japan mittlerweile regelmäßig 150 % der vorgeschriebenen Verformungsgrenzwerte (Drift-Limits), was eine rasche Wiederbezug nach schweren seismischen Ereignissen unterstützt.

Wesentliche Tragwerksysteme, die die Leistungsfähigkeit von Fertighäusern bei Erdbeben der Stärke M8 ermöglichen

Stahlgerüst, Scheibenwirkung und redundante Lastpfade

Die hohe Erdbebenresistenz von Fertighäusern beruht auf drei Hauptsystemen, die gemeinsam wirken: Stahlgerüste, durchgängige Scheiben und jene redundanten Lastpfade, von denen immer wieder die Rede ist. Stahlgerüste weisen eine inhärente Flexibilität auf, die es ihnen ermöglicht, erhebliche Erschütterungen zu bewältigen. Sie können während starker Erdbeben tatsächlich bis zu 3 % zwischen den Geschossen seitlich ausweichen, ohne einzustürzen. Dann gibt es diese durchgängigen Scheiben, die im Grunde genommen Fußböden und Dächer in große, flache Flächen verwandeln. Diese Flächen verteilen die durch Erdbebenkräfte entstehenden Belastungen, sodass kein einzelner Punkt übermäßig beansprucht wird. Und vergessen wir nicht die redundanten Lastpfade: Sie schaffen alternative Wege, über die Kräfte durch die Struktur geleitet werden können. Falls ein Bauteil bricht oder nachgibt, übernehmen benachbarte Teile dessen Aufgabe. Im Vergleich zu herkömmlichen Holzkonstruktionen weisen diese Systeme bei der Messung der Verformung während Erdbeben eine um rund 40 % bessere Leistung auf – selbst bei den besonders problematischen Nahfeld-Impulsen von Erdbeben der Stärke 8. Zudem erfolgt die Fertigung sämtlicher Komponenten in Fabriken statt vor Ort, wodurch die Qualität deutlich weniger Schwankungen unterliegt. Es entfällt die Sorge um inkonsistente Ausführungsqualität infolge unterschiedlicher Bau-Teams oder wetterbedingter Einschränkungen während der Bauphase.

Detaillierte Darstellung fortgeschrittener Verbindungen: Schrauben, Schweißnähte und momentensteife Verbindungen

Die Art und Weise, wie Verbindungen konstruiert sind, spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie gut vorgefertigte Gebäude Erdbeben standhalten. Hochfeste Schrauben in Kombination mit diesen Belleville-Scheiben halten alle Komponenten auch nach mehreren Erdbeben noch fest miteinander verbunden. Durchgehend geschweißte Stahlverbindungen verringern das Risiko plötzlicher Rissbildung bei zunehmender Beanspruchung. Momentensteife Rahmen (MRFs) weisen Verbindungen auf, die speziell für diesen Zweck ausgelegt sind und häufig Teile enthalten, die bei Erdbeben gezielt nachgeben. Diese speziellen Verbindungen absorbieren Erschütterungen durch kontrolliertes Verbiegen statt durch vollständiges Brechen. Prüfprotokolle verlangen, dass diese Verbindungen über zwanzig Lastwechsel bei einer Stockwerkverformung von etwa 2,5 % überstehen. Auch die Ereignisse während des starken chilenischen Erdbebens im Jahr 2010 liefern uns praktische Belege: Gebäude, die mit diesen fortschrittlichen Verbindungstechniken errichtet wurden, wiesen nur 15 % so viele Verbindungsversagen auf wie herkömmliche Bauwerke in unmittelbarer Nachbarschaft. Eine gute Verbindungskonstruktion verwandelt ansonsten steife Strukturen in solche, die sich tatsächlich mit den seismischen Kräften bewegen können – statt ihnen zu widerstehen und unter Druck zusammenzubrechen.

Echtwelt-Daten: Was Feldstudien nach Erdbeben der Stärke über 8 über die Überlebensfähigkeit von Fertighäusern zeigen

Fallstudien intakter versus ausgefallener Fertighaus-Einheiten in Japan und Chile

Ein Blick auf das, was sich vor Ort nach starken Erdbeben der Stärke über 8 tatsächlich ereignet, verdeutlicht eindrucksvoll, wie entscheidend die Gebäudekonstruktion ist, wenn es um Menschenleben geht. Nehmen wir das starke Erdbeben in Chile im Jahr 2010 (Stärke 8,8): Stahlbauten mit korrekten Lastpfaden wiesen insgesamt weniger als 18 % Ausfälle auf. Hingegen brachen Gebäude mit mangelhaften Verbindungen oder beschädigten Scheiben (Diaphragmen) dreimal so häufig zusammen. Dasselbe Bild zeigte sich auch in Japan während des gewaltigen Tohoku-Erdbebens im Jahr 2011 (Stärke 9,0): Gebäude mit stabilen Fugen blieben voll funktionsfähig, während solche mit schwachen Schweißverbindungen teilweise einstürzten. Was machte den entscheidenden Unterschied aus? Die Fähigkeit dieser Konstruktionen, Energie während der Erschütterung zu absorbieren und gleichmäßig zu verteilen. Gebäude, die aus flexiblen Materialien bestanden und deren Fugen für hohe Belastungen ausgelegt waren, erwiesen sich in beiden Katastrophen als deutlich widerstandsfähiger als ihre starreren Gegenstücke.

Nichttragende Schadensmuster und ihre Auswirkung auf die Wiederaufnahme der Gebäudenutzung

Die Fähigkeit, sich nach Katastrophen wieder zu erholen, hängt genauso stark von der Leistungsfähigkeit nichttragender Elemente ab wie davon, ob Gebäude standsicher bleiben. Eine Auswertung von Daten zu vorgefertigten Gebäuden nach Erdbeben der Stärke 8 zeigt etwas Interessantes: Etwa 70 Prozent der Häuser, die vorübergehend als nicht bewohnbar eingestuft wurden, wiesen tatsächlich keine schwerwiegenden strukturellen Schäden auf. Was machte sie unsicher? Vor allem Dinge wie aus ihrer Verankerung gerissene Trennwände (etwa 42 Fälle), beschädigte Versorgungsleitungen in den Wänden (in rund einem Drittel der Fälle beobachtet) und umgestürzte Möbel von Regalen (etwa 25 Vorkommnisse). Wenn Bauhersteller spezielle erdbebensichere Halterungen für Rohrleitungen, Lüftungskanäle, Deckengitter und sogar Einbauschränke einbauten, konnten die Bewohner 65 % schneller als üblich wieder einziehen. Das ist durchaus nachvollziehbar: Eine sorgfältige Berücksichtigung all dieser kleinen Systeme hinter den Wänden verkürzt die Wartezeit nach Erdbeben manchmal um nahezu einen Monat. Statt lediglich die Mindestanforderungen der Bauvorschriften zu erfüllen, verwandelt dieser Ansatz gewöhnliche, vorschriftenkonforme Gebäude in Orte, an denen Menschen bereits nach wenigen Tagen – statt erst nach Wochen – wieder heimisch werden können.